Die Feier zum 57. Jahrestag der Unabhängigkeit der Republik Madagaskar war von Optimismus und freundschaftlicher deutsch-madagassischer Zusammenarbeit gekennzeichnet.

Samstag, 24. Juni 2017 feierte die Botschaft der Republik Madagaskar zusammen mit ihren Gästen intensiv den Unabhängigkeitstag. Von 10 bis 16 Uhr waren ihre Türen für Aktivitäten zur Kultur- und Wirtschaftsförderung geöffnet. Dies fand bei den Besuchern großen Zuspruch.

Die Gemäldeausstellung der autodidaktisch tätigen madagassischen Künstlerin Catherine Dietl, unter dem von ihrem persönlichen Leben inspirierten Motto „Etre malagasy, Etat d’esprit et Esprit d’Etat“ („Madagasse sein, Situation des Geistes und Geist des Staates“) trug dazu bei, die Geschichte und das Talent von madagassischen Staatsangehörigen sowie die Reichtümer Madagaskars zu würdigen.

Die kunsthandwerklichen Produkte „Made in Madagascar“ (bestickte Mädchenkleider, Taschen und Hüte aus Bast, Schmuck aus Zebuhorn) und kulinarische Spezialitäten (mofo baolina, scharfe Beignets, samosa, Frühlingsrollen und hausgemachtes Eis) waren ebenfalls sehr beliebt.

Am diplomatischen Empfang von 12.30 bis 14.30 Uhr nahmen die Botschafter von Niger, Algerien, Simbabwe, Burkina Faso, der Republik Guinea, Thailand, Tansania, der Geschäftsträger von Botswana, Peru sowie Diplomaten aus Nigeria, Elfenbeinküste, Togo u.a teil. Die madagassische und die deutsche Nationalhymnen wurden von den Schülern der Erich-Kästner-Grundschule mit aller Inbrunst und ganz korrekt vorgesungen. Die Honorarkonsuln in Hamburg, Herr Eckard Koll, in Düsseldorf, Herr Lutz Pollmann und der neue Konsul in Heidelberg bei Stuttgart, Dr. Alfred Huber, waren für die Veranstaltung extra angereist. Und schließlich nutzte der deutsche Botschafter in Antananarivo, Dr. Harald Gehrig und seine Frau, ihren Urlaub in Deutschland, um die Feier mit ihrer Anwesenheit zu ehren.

In ihrer Rede betonte die Geschäftsträgerin a.i., Frau Florence Isabelle Rafaramalala, die engen Beziehungen zwischen den beiden Ländern in verschiedenen Bereichen und auf allen Ebenen, seit die Beziehungen vor 134 Jahren durch die Unterzeichnung eines Freundschafts- und Handelsvertrags zwischen dem Königreich Madagaskar und dem deutschen Reich begannen. Sie begrüßte außerdem Deutschlands Unterstützung in den Bereichen Umwelt, Energie, Dezentralisierung, u.a., und anerkannte die wichtige Rolle der Friedrich-Ebert-Stiftung für deren Maßnahmen zur Verstärkung der politischen Fähigkeiten. Sie versäumte es nicht, die starke Verwurzelung der Zusammenarbeit zwischen der Botschaft und den Entscheidungsträgern der Stadt Falkensee zu erwähnen.

Anschließend wurde ein vom Botschaftsteam sorgfältig zubereitetes madagassisches Buffet serviert, das von den Gästen sehr gerne in Anspruch genommen wurde.

Es ist interessant zu erwähnen, dass die Einwohner Falkensees sich regelmäßig auf einen solchen Veranstaltungstag freuen. Sowohl städtische Mitarbeiter als auch die Bewohner der Umgebung sind immer neugierig auf die Botschaft und die kulturellen, kulinarischen und handwerklichen Güter der Insel. Bei den Feierlichkeiten konnten Vereine, die sich für Madagaskar einsetzen, die Besucher sensibilisieren. Unter den Besuchern befanden sich ebenfalls Vertreter der lokalen Presse wie Falkensee Aktuell und der Märkischen Allgemeinen Zeitung, eine Vertreterin des Rathauses von Falkensee, welche hervorragend französisch sprach, ein Vertreter der Fußballmannschaft Falkensee-Finkenkrug, die vor 3-4 Jahren gegen eine madagassische Mannschaft gespielt hatte, die Leiterin der Kita Nesthüpfer, wo ein Botschaftsvertreter am Vortag eine Madagaskarveranstaltung durchführte, sowie Eltern, Kinder und leitende Mitarbeiter der Erich-Kästner-Grundschule, welche seit 2014 eine Partnerschaft mit einer madagassischen Grundschule pflegt.

Und nicht zuletzt die Abendveranstaltung für die madagassische Gemeinschaft von 17.00 bis 22.00 Uhr: Botschaften der Dankbarkeit und der Anerkennung für die Solidarität und die gute Zusammenarbeit wurden von Frau Geschäftsträgerin a.i. übermittelt sowie die Aufforderung des Präsidenten der Republik Madagaskar bei seinem kürzlichen Besuch in Deutschland, dass jeder zur Entwicklung des Landes beitragen möge. In diesem Zusammenhang findet vom 26. bis 28. Oktober 2017 in Antananarivo ein Forum de la Diaspora als erste konkrete Initiative statt. Ein Appell an die Solidarität und für den Austausch war der Hauptbestandteil der Rede des Vorsitzenden der madagassischen Gemeinschaft in Berlin. In einer warmen und freundlichen Atmosphäre klangen die Feierlichkeiten mit Tanz, Musik und einer Grillparty aus.