Nach 15 Jahren des Austausches und der Zusammenarbeit zwischen dem Luisen-Gymnasium Düsseldorf und drei madagassischen öffentlichen Schulen wurde die Partnerschaft in Gegenwart von mehr als hundert Personen, darunter folgenden wichtigen Persönlichkeiten, am 15. März 2018 in Düsseldorf offiziell unterzeichnet:

  • Der Oberbürgermeister von Düsseldorf;
  • Die Schulleiterin des Luisen-Gymnasiums;
  • Die Koordinatorin der UNESCO-Projektschularbeit und Initiatorin der Kooperation;
  • Die „Deutsch-Afrikanische Kooperation“ (DAKO e.V), vertreten durch ihren Präsidenten;
  • Die Geschäftsträgerin a.i. mit einer Botschaftsrätin als Vertreterinnen der Botschaft von Madagaskar;
  • Der Honorarkonsul der Republik Madagaskar in Düsseldorf;
  • Die madagassischen Beteiligten, die bei der Wahl der madagassischen Schulen mitgewirkt haben;
  • Und auf deutscher Seite die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, und Eltern der Schule als erste Engagierte in dieser Schulpartnerschaft.

Die Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen dem deutschen Gymnasium und dem Verein Dako e.V., der die drei Schulen in Madagaskar vertritt, ist ein erster Schritt in dieser Partnerschaft, die darauf abzielt, madagassische Schulen mit Materialien, Infrastruktur und Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Dies soll den Schülern ermöglichen, von einem internationalen Bildungsstandard zu profitieren und ihre regelmäßige Anwesenheit zu sichern. Dieses Ziel entspricht einem der Millenniumsziele für nachhaltige Entwicklung, und zwar der „qualitativ hochwertigen Bildung“.

Das Luisen-Gymnasium ist ein internationales Gymnasium, das seit 1992 Mitglied des Netzwerks der UNESCO-Projektschulen ist, mit dem Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Herrn Thomas Geisel, als Schirmherr des UNESCO-Jubiläumsjahres. Mit Madagaskar formalisiert er zum ersten Mal seine Partnerschaftsaktionen mit einem ausländischen Land.

In einer freundlichen und herzlichen Atmosphäre ging der Unterzeichnungszeremonie eine Reihe von relevanten und gut organisierten Reden und Präsentationen voraus. Um nur einige zu nennen: eine junge madagassische Schülerin des Luisen-Gymnasiums hat die madagassische Kultur mit dem Lied „Izay manao ny marina“ der Sängerin Poopy hervorgehoben, die konkreten Aktionen in den drei Schulen im Süden Madagaskars wurden anhand von Fotos von der UNESCO-Koordinatorin erwähnt, die madagassische Nationalhymne wurde von den Schülern einer 6. Klasse zusammen mit der madagassischen Gemeinschaft leidenschaftlich gesungen, die Klavieraufführung eines Schülers mit einem Stück von Beethoven verblüffte das Publikum.

Das Engagement des Oberbürgermeisters für diese Art von sozialen Aktionen sowie das der Eltern zeigt die Bereitschaft und die gute Gesundheit der deutsch-madagassischen Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang betonte die Geschäftsträgerin in ihrer Rede, wie wichtig es sei, diese Art von Partnerschaft zu intensivieren und zu entwickeln, um jungen Madagassen eine qualitativ hochwertige Bildung zugänglich zu machen. Zumal sich das Interesse der jungen Madagassen für Deutschland verstärkt.

Zum Ausklang des Abends lud das Gymnasium zu einem Empfang ein, dabei konnten interessante Kontakte für Perspektiven der Intensivierung der Beziehungen geschaffen und geknüpft werden.

Die Dynamik der Partnerschaft zeichnet sich darüber hinaus durch einen „sponsored walk“ am 30. April 2018 zugunsten von Madagaskar in der Stadt Düsseldorf, um finanzielle Unterstützung für die drei madagassischen Schulen zu sammeln.