Das hochrangig besetzte Forum Africa – Europe wurde auf Initiative von Bundeskanzler Sebastian Kurz als Präsident des Rates der Europäischen Union und vom ruandischen Präsidenten Paul Kagame als Präsident der Afrikanischen Union organisiert. Damit sollten Entschließungen des Europäischen Rates vom 28. Juni umgesetzt und der gemeinsame afrikanische Binnenmarkt für Innovation und Digitalisierung weiterentwickelt werden.

Dieses Forum war eine Fortsetzung des Gipfels von Abidjan vom 29. bis 30. November 2017 zu den Themen Jugend, Bildung, Sicherheit und Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Kontinenten.

Das Forum brachte europäische und afrikanische Politiker zusammen. Teilgenommen haben beispielsweise der Präsident der Kommission der Europäischen Union, Jean Claude Juncker und der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Moussa Faki Mahamat, sowie afrikanische Präsidenten: aus Äthiopien, Ägypten, und Ghana. Außerdem der finnische Ministerpräsident und die Präsidentin der Weltbank, um nur einige zu nennen. Dazu Konzernchefs wie Siemens, Innovationsgenies, Start-ups, diplomatische Vertreter und andere relevante Akteure.

Auch die Geschäftsträgerin a.i. der Botschaft von Madagaskar in Berlin in Begleitung des Honorarkonsuls von Madagaskar in Österreich sowie eine Botschaftsrätin nahmen ebenfalls teil.

Im Hinblick auf eine effektive Umsetzung dieser Themen wurden für diesen Tag Diskussionsrunden und Rundtischgespräche u.a. zu den Themen Ausbildung junger Menschen, E-Governance, Städtepartnerschaften, Energie und Arbeitsplätze des 21. Jahrhunderts geplant.

Die Tagung war ein Ort der Beratung über notwendige Maßnahmen, um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit auf beiden Kontinenten zu gewährleisten und die Partnerschaft in den Bereichen Handel und Technologieaustausch zu vertiefen und gleichzeitig ihre Bedeutung für das Wirtschaftswachstum, die Möglichkeiten zur Schaffung von Arbeitsplätzen, den Aufbau widerstandsfähiger Gesellschaften und das Erreichen nachhaltiger Entwicklungsziele zu betonen. Zu diesem Zweck haben einige afrikanische Länder, darunter Ägypten, Äthiopien, Ghana und Ruanda, bereits tiefgreifende Reformen durchgeführt, um ausländische Direktinvestoren zu gewinnen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung der Verwaltungen und der Energie. Traditionelle Spender haben sich ebenfalls verpflichtet, bis 2030 einen zusätzlichen Beitrag zu einer „100% igen digitalen Penetrationsrate“ zu leisten.

Madagaskar, dessen Bevölkerung sehr jung und in digitaler Hinsicht talentiert ist, besitzt ein enormes Potenzial und würde nur Vorteile daraus ziehen, wenn sie in die Fußstapfen ihrer afrikanischen Altersgenossen treten.